Die Idee
Statt Montag für Montag Kleider von privat zum Café International zu tragen, können wir dank Hilfe der Gemeinde seit 2019 den "KleiderRaum" anbieten: Gratis (gewaschene, intakte) Kleider bringen, gratis Kleider holen.
Das Angebot richtet sich vor allem an die Geflüchteten, die neu hier sind und sich zuerst an die verschiedenen Jahreszeiten gewöhnen müssen. Jeden Montag hat es viele Kund*innen, die dankbar für dieses Projekt sind.
Details zu Öffnungszeiten und Standort
Neue Öffnungszeiten: Jeden Montag von 14:30 bis 17.00 Uhr im
KleiderRaum Kupferschmiede
Güterstrasse 20
3550 Langnau i.E.
Fragen zu "Bringzeiten" sind über Signal oder per Telefon zu richten an
Ginette Brunner, 077 410 80 37
Bitte beachten!
Infos für Spenderinnen und Spender im Kleiderraum Langnau
Die Kleider, und Schuhe, die Sie bei uns abgeben, müssen ganz und sauber sein. Herzlichen Dank!
Kleider, die nach ca zwei Jahren immer noch bei uns sind, geben wir zum Teil an eine sehr schöne und gepflegte Brocki (nicht im Raum Langnau) weiter.
Noch gut erhaltene Kleider und Schuhe deponieren wir in einem der Altkleidercontainer in Langnau. Info siehe unten.
Kleider von Temu, Shein, Aliexpress, Wish und Haul kommen in die Verbrennung (AVAG), da sie nicht recyclebar sind und wir Ultra Fast Fashion nicht unterstützen.
Was passiert mit Kleidern aus den Altkleidercontainern in Langnau?
Die Gemeinde Langnau arbeitet mit Texaid und Tell-Tex zusammen. Sie muss sich auf das verlassen, was auf deren Webseite steht – eine Überprüfung ist nicht möglich.
DER WEG DER KLEIDER
Gesammelte Kleider werden von Organisationen wie Texaid oder Tell-Tex sortiert und verwertet:
- ~60% Secondhand-Verkauf (Schweiz, Osteuropa, Afrika, Asien)
- ~30% Recycling (Putzlappen, Dämmstoffe, Recyclingwolle)
- ~10% Entsorgung (Verbrennung)
HÄUFIGE FRAGEN
- Werden Kleider direkt verschenkt?
Nein. Sie werden verkauft, um Sammlung und Logistik zu finanzieren. Der Erlös geht an Hilfswerke (Rotes Kreuz, Caritas, HEKS).
- Landen meine Kleider auf Müllhalden?
Seriöse Sammler exportieren nur tragfähige Ware. Was nicht heisst, dass sie nicht trotzdem auf Müllhalden landet. Ganz einfach weil wir zu viel Ware produzieren und kaufen.
Das Müllproblem entsteht durch Fast-Fashion-Überproduktion.
- Ist Spenden sinnvoll?
Ja – Secondhand verursacht bis zu 95% weniger Emissionen als Neuware. Noch besser: Kleider lange selbst tragen.
DAS GRÖSSERE PROBLEM
Die Kleiderproduktion hat sich seit 2000 verdoppelt.
Billiganbieter wie Shein, Temu, Aliexpress, Wish und Haul verkaufen Wegwerfmode, die nach wenigen Wäschen kaputt ist und auf Mülldeponien landet.
WAS DIE HERSTELLUNG KOSTET
- EINE Jeans: ~8'000 L Wasser, ~23 kg CO₂
- EIN T-Shirt: ~2'700 L Wasser, ~7 kg CO₂
- EIN Pullover: ~3'000 L Wasser, ~12 kg CO₂
- EIN PAAR Sneakers: ~8'500 L Wasser, ~14 kg CO₂
Zum Vergleich: 1 Person verbraucht ~140 L Wasser pro Tag.
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WAS WIRKLICH HILFT • WENIGER KAUFEN, LÄNGER TRAGEN • QUALITÄT STATT FASHION • SECONDHAND KAUFEN UND VERKAUFEN • REPARIEREN STATT WEGWEFEN |
Mehr Infos: texaid.ch · tell-tex.ch · swissrecycle.ch

Atacama Wüste in Chile

Hunderte Tonnen Second-Hand-Kleidung landen täglich allein in Ghana.
QUELLEN
- Verwertungsquoten: Swiss Recycle, Texaid FAQ, Tell-Tex FAQ
- Ökobilanz Secondhand: Carbotech AG Studie im Auftrag von Texaid
- Wasserverbrauch Textilien: Water Footprint Network, UNESCO-IHE
- CO₂-Emissionen: WRAP UK, McKinsey «Fashion on Climate» Report
- Verdoppelung Kleiderproduktion: Ellen MacArthur Foundation
- Berichterstattung: SRF Kassensturz, Beobachter, Blick

